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Testen der Magnetventile und Relais

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Beschreibung

Magnetventile und Relais testen




Magnetventil regel


4 und 2 = Arbeitswicklung
3 und 1 = Messwicklung


Magnetventil sw


4 und 2 = Arbeitswicklung

Wozu dient diese Funktion ?

Die Diagnose bietet Ihnen die Möglichkeit, alle Steuer- und Anzeigeelemente wie Magnetventile, Relaisausgänge oder Warnlampen (Aktoren) einzeln getaktet anzusteuern. Gleichzeitig zur Ansteuerung wertet die Software den Status des angesteuerten Ausgangs aus und gibt diesen als Antwort an die Diagnose zurück. So kann bei einem defekten Ausgang sofort eine Aussage darüber getroffen werden, ob der Ausgang elektrisch in Ordnung oder der Stromkreis durch Kurzschluss oder Kabelbruch in seiner Funktion gestört ist. Um eine hörbare oder sichtbare Rückmeldung von den Aktoren zu erhalten, werden die Ausgänge mit einer niedrigen Frequenz getaktet. Ein Test auf Freigängigkeit eines Magnetventils ist somit ohne Demontage oder Öffnen des Getriebes möglich. Der Test ist unterteilt in die Einzelfunktionen:

  • Magnetventiltest - Schaltfläche [ MV ]
  • Sense-Leitungstest - Schaltfläche [ SENSE ]
  • Test der digitalen Ausgänge - Schaltfläche [ REL ]

Automatischer Test - Taste [ F2 ]

Nach Betätigen der Taste F2 wird ein automatischer Aktortest durchgeführt. Alle Aktoren werden kurz angesteuert (Magnetventile) bzw. geregelt (Messspulentest) um deren Status zu ermitteln. Je nach Diagnosetiefe wird unterschieden zwischen:

Anzeige als TextAnzeige als Symbol
Defekt
Leitungsunterbrechung
Kurzschluss
Nicht im Datensatz definiert[ - ]
Ansteuerung in Ordnung


Bei fehlerhafter Ansteuerung können Sie sich im Fehlerspeicher eine detaillierte Beschreibung des Aktors und dessen Stromlaufplan ansehen. Dort wird Ihnen auch eine Reparaturhilfe gegeben.

Einzeltest

Sie können jeden Aktor auch einzeln ansteuern. Klicken Sie hierfür auf dessen Schaltfläche oder geben Sie den entsprechenden Kennbuchstaben ein. Der Einzeltest läuft so lange, bis Sie einen anderen Aktor ansteuern, das Menü verlassen oder eine, der für die Aktoransteuerung notwendigen Bedingungen nicht mehr vorliegt. Der Einzeltest dient vor allem dem Aufspüren von Wackelkontakten. Während der Test läuft, haben Sie beispielsweise Gelegenheit am Kabel oder den Steckverbindungen zu rütteln, um so eine schadhafte Kontaktierung ausfindig zu machen. Bei auftretenden Fehlern während des Messspulentests müssen Sie den Test jeweils neu starten.

MV-Versorgung (dS)

Dieses Feld zeigt, ob die Magnetventil-Versorgungsspannung vorhanden ist. Alle Aktoren werden über das Relais dS mit Spannung versorgt. Ist dieses Relais defekt, wird dies im Fenster durch einen "roten Kreis" dargestellt. Ein "grüner Haken" bedeutet, dass die MV-Versorgung korrekt anliegt.

Magnetventil-Messspulen

Die Messspulen der Magnetventile werden in der rechten Spalte angezeigt (EKM, DKM, SKM, PBM, RBKM und TBM).
Ob die Messspulenkreise korrekt arbeiten, wird Ihnen auf vier verschiedene Arten angezeigt.

  • Im Textfenster
  • Durch eine Kennzeichnung im jeweiligen Aktorfenster
  • Durch die angezeigte Spannungskurve im Beobachtungsfenster
  • Durch den gemittelten Spannungswert am Integrierer


Die Messspulenkreise führen zu zwei Integrierern IGR1 und IGR2, die anhand des dort ermittelten Spannungswertes die vom Magnetkolben erzeugte Kraft bestimmen. Integrierer 1 ist auf die Messwicklungen der Magnetventile EK, DK, SK und PB geschaltet - Integrierer 2 ermittelt die Spannungswerte an den Messspulen von RBK und TB.
Der gemittelte Spannungswert sollte beim Test der Magnetspulen bei ca. 1.8 V liegen.

ACHTUNG! - Messspulenfehler werden nicht in den Fehlerspeicher übertragen

Magnetventil-Arbeitsspulen

Die Arbeitsspulen der Magnetventile werden in der linken Spalte des Aktortestfensters angezeigt (EK, DK, SK, PB, RBK, TB, WP, WR, RBG und TB). Die Arbeitsspulen werden getaktet angesteuert. Dies ermöglicht durch eine hörbare Rückmeldung Rückschlüsse darauf, ob das Magnetventil mechanisch in Ordnung oder evtl. verklemmt ist.

Im Getriebe sind folgende Magnetventile vorhanden:

  • EK - Regelmagnetventil Eingangskupplung
  • TB - Regelmagnetventil Turbinenbremse
  • PB - Regelmagnetventil Pumpenbremse
  • DK - Regelmagnetventil Durchkupplung
  • SK - Regelmagnetventil Schnellkupplung - nur bei 4-Gang-Getrieben
  • RBK - Regelmagnetventil Wandlerbremse / Rückwärtsgang kleine Kolbenfläche
  • RBG - Ein/Aus-Magnetventil Wandlerbremse / Rückwärtsgang große Kolbenfläche
  • WP - Ein/Aus-Magnetventil Wandlerauslassventil - ungeregelter Druck
  • WR - Ein/Aus-Magnetventil Wandlerauslassventil - geregelter Druck

SENSE-Leitungs-Test

Verbindungen der Senseleitung mit der Getriebemasse führen u.U. zu harten Schaltungen. Der Test beruht darauf, dass in einer Messspule, deren Arbeitsspule nicht bestromt wird auch keine Spannung induziert wird. Dargestellt wird der SENSE-Leitungs-Test durch ein Zeigerinstrument, dessen Zeiger bei intakter SENSE-Leitung in der Mittelstellung bei ca. 1.2V verharrt. Im Fehlerfall wandert die Spannung in einen der ungültigen Bereiche unterhalb von 0.8V bzw. 1.6V. Der Test kann auch jederzeit über die [ F3 ]-Taste wieder neu angestoßen werden.

Relais und frei belegbare Ausgänge

Die Relaisausgänge werden getaktet angesteuert. Dies ermöglicht durch eine hörbare Rückmeldung Rückschlüsse auf den mechanischen Zustand des angesteuerten Relais.

ACHTUNG! - An Relaisausgängen müssen keine Relais angeschlossen sein.
Beispielsweise können direkt Signallampen angeschlossen sein (TL, ZW, TOEL). In diesen Fall bekommen Sie keine hörbare Rückmeldung, sehen das angesteuerte Element aber blinken.

In der Steuerung können folgende Funktionen aktiviert sein:

  • ZW - zentrale Warnlampe
  • dW - Wandlerbrems-Relais
  • dN - Drehzahlschalter-Relais
  • dR - Rückfahrleuchten-Relais
  • TL - Tastenschalterbeleuchtung
  • dHSB - Relais für Haltestellenbremse
  • dNEUTR - Anzeige für Kraftschluss zwischen Motor und Getriebe
  • +FB/+HB - Versorgungsspannung der Bremsgeber (siehe spezielle Hinweise)
  • TOEL - Warnlampe Getriebeöltemperatur
  • MMR - Signal zur Motormomentenreduzierung

Fehlerpriorität digitaler Ausgänge

Die Fehlerpriorität der digitalen Ausgänge kann im Test geändert werden.
Zur Wahl stehen die Prioritätsstufen (B), (C) und (OFF).
(B) - Der Fehler wird in den Fehlerspeicher eingetragen und über die Lampen des Tastenschaltens angezeigt.
(C) - Der Fehler wird in den Fehlerspeicher eingetragen. Im Fehlerfall erfolgt keine Anzeige über den Tastenschalter.
(OFF) - Der Fehler wird nicht mehr in den Fehlerspeicher eingetragen. Im Fehlerfall erfolgt keine Anzeige über den Tastenschalter.
Alle Einstellungen werden erst im nächsten Betriebszyklus aktiv, d.h. nach Zündung AUS/EIN.

Was tun, wenn Fehler angezeigt werden ?

Bei fehlerhafter Ansteuerung können Sie sich im Fehlerspeicher (Diagnosefunktion B im Hauptmenü) eine detaillierte Beschreibung des Aktors und dessen Stromlaufplan ansehen. Dort wird Ihnen auch eine Reparaturhilfe gegeben.

Spezielle Hinweise

  • Beim Test des Ausgangs +FB/+HB wird ein Fehler angezeigt, wenn der Bremsgeber oder Retarderhebel/-schalter nicht betätigt ist.
  • Wenn Sie bei einem 3-Gang-Getriebe das Magnetventil SK ansteuern, wird ihnen angezeigt, dass dieses Magnetventil nicht im Datensatz aktiviert ist. Dieses Magnetventil ist bei der 3-Gang-Ausführung nicht vorhanden.
  • Sollten die Drehzahlsignalleitungen wegen eines Montagefehlers im Kabel zwischen Steuergerät und Getriebe nicht ordnungsgemäß geschirmt sein, kann es während des Taktens der Magnetventile zu Frequenzeinkopplungen und damit einem Abbruch des Aktortests kommen, da eine der Sicherheitsbedingungen (keine Motordrehzahl) verletzt ist.


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