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Lexikon

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ABS

Abkürzung für Anti Blockier System.

Das Anti Blockier System verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen.

Adaption

Zum Erreichen einer optimalen Schaltqualität, wird das Prinzip einer adaptiven Steuerung angewandt. Dadurch können individuelle Fertigungstoleranzen und Alterungserscheinungen, die zu einer Reduzierung der Schaltqualität führen, vom Steuergerät weitgehend selbst ausgeglichen werden.

AD-Wandler

Analog Digital Converter = AD-Wandler

Elektronischer Baustein, der analoge Spannungen in Digitalsignale umsetzt, so dass sie von einem Prozessor verarbeitet werden können.

ANS

Abkürzung für Automatic Neutral at Standstill.

Trennung des Kraftschlusses zwischen Motor und Getriebe durch Öffnen der Eingangskupplung im Getriebe bei Stillstand an Ampeln oder Haltestellen. Dies spart Kraftstoff, da das Getriebe nicht mehr angetrieben wird.

ANS-LOCK

Abkürzung für ANS-Locking.

Eingang für ANS-Verriegelung, d.h. bestimmte Bedingungen, die ein Verlassen der ANS-Funktion zusätzlich absichern.

ASCII

American Standard Code for Information Interchange

Zeichencodierung aller Zeichen, die über die Tastatur eines Rechners eingegeben werden können. Darin sind 256 Zeichen des lateinischen Schriftsatzes codiert.

AUX-CON

Abkürzung für Auxiliary Consumer.

Eingang, über den ein Vorhandensein / eine Aktivität eines Nebenverbrauchers (z.B. Klimaanlage) dem Getriebe-Steuergerät mitgeteilt wird.

BASP

Abkürzung für: BeschleunigungsAbhängiges SchaltProgramm.

Baudrate

Baudrate ist ein Maß für die Geschwindigkeit einer Datenübertragung auf einem Daten-Bus.

BCD

Binary Coded Decimals

Binär codierte Dezimalzahl.

Betriebsdaten

Das Getriebe-Steuergerät sammelt statistische Daten während des täglichen Fahrbetriebes. Diese Daten können bei Bedarf aus dem Steuergerät mit Hilfe von ALADIN ausgelesen und zur Optimierung der Fahrzeugflotte / Routenplanung herangezogen werden.

Bitrate

Die Bitrate ist ein Maß für die Geschwindigkeit in der digitalen Datenübertragung in der Einheit Bit / Sekunde.

Botschaftslänge

Die Botschaftslänge ist die vereinbarte Länge in Bit/Byte einer Informationseinheit bei der digitalen Kommunikation zwischen Geräten. Die Botschaftslänge grenzt die einzelnen Informationseinheiten gegeneinander ab.

BRK-SIG

Abkürzung für Brake Signal.

Ausgang Bremssignal.

BS

Abkürzung für Brake Switch.

Eingang wird ab Software E300-D2.2 nicht mehr verwendet.

BSB-IN

Abkürzung für Bus Stop Brake Input.

Eingang für die Haltestellenbremse.

BSB-OUT

Abkürzung für Bus Stop Brake Output.

Ausgang Ansteuerung Haltestellenbremse.

Busteilnehmer

Steuergerät am gemeinsamen Datenbus, z.B. CAN-Bus.

Byte

Ein Byte ist eine Einheit in der elektronischen Datenverarbeitung. 1 Byte besteht aus 8 Bit, wodurch 2^8 = 256 verschiedene binäre Zustände möglich sind. Mit jeweils einem Byte kann ein Zeichen aus dem ASCII-Zeichensatz dargestellt werden, z.B. eine Ziffer, ein Buchstabe oder Sonderzeichen.

CAN

Abkürzung für Controller Area Network

CAN ist eine im Automobilbereich übliche Technologie für die Datenkommunikation zwischen verschiedenen Fahrzeug-Steuergeräten.

CAN-Botschaft

CAN-Botschaften sind die Informationspakete bei der Kommunikation über CAN.

Eine CAN-Botschaft besteht aus verschiedenen CAN-Signalen.

CAN-Bus

Für die Kommunikation von Steuergeräten innerhalb eines Fahrzeugs hat sich das CAN-Bus System etabliert. Der CAN-Bus umfasst dabei die Verkabelung der einzelnen Geräte untereinander und stellt eine einheitliche digitale Schnittstelle für alle CAN-Bus-Teilnehmer bereit.

CAN-Bus off

Bei einem Bus off nimmt der CAN-Controller nicht mehr an der Kommunikation auf dem CAN-Bus teil. Er entsteht, wenn ein CAN-Controller zu viele ungültige Daten empfangen hat. In diesem Zustand sendet der CAN-Controller keine Daten auf dem CAN-Bus. Empfangene Daten werden nur auf Gültigkeit überprüft aber nicht weiter verarbeitet. Der Bus off hebt sich automatisch wieder auf, sobald der CAN-Controller einen bestimmten Prozentsatz gültiger Daten empfangen hat.

CAN-Controller

Der CAN- Controller ist das Bindeglied zwischen einem Steuergerät und dem gemeinsamen CAN-Bus. Ein Busteilnehmer liest über den CAN-Controller alle Informationen auf dem CAN-Bus. Der CAN-Controller konvertiert diese Informationen in eine für das Steuergerät verständliche Form.

Außerdem koordiniert der CAN-Controller den Sendevorgang für den CAN-Bus.

CAN-Protokoll

Das CAN-Protokoll ist ein Nachrichtenformat, wie die einzelnen Steuergeräte auf dem CAN-Bus miteinander kommunizieren müssen.

CAN-Signal

In einer CAN-Botschaft sind verschiedene CAN-Signale enthalten. Beispielsweise ist die Bremspedalstellung ein CAN-Signal innerhalb der Botschaft EBC1 (Electronic Brake Controler 1).

CAN-Tastenschalter

Über den CAN-Tastenschalter wird die gewünschte Fahrtrichtung sowie eine Begrenzung der Gang-Hochschaltungen gewählt.

N = Neutral
R = rückwärts
D = vorwärts alle Gänge möglich
1 = vorwärts: Hochschaltung bis max. 1. Gang erlaubt
2 = vorwärts: Hochschaltung bis max. 2. Gang erlaubt
3 = vorwärts: Hochschaltung bis max. 3. Gang erlaubt

Weiterhin können über diverse Anschlussmöglichkeiten z.B. Schalter am Armaturenbrett direkt am CAN-Tastenschalter angeschlossen werden. Der CAN-Tastenschalter überträgt diese Schalterstellungen an das Getriebe-Steuergerät. Dadurch können je nach Anwendungsfall viele konventionelle Leitungen vom Armaturenbrett zum Getriebe-Steuergerät eingespart werden.

CAN-Warning

Bei einem CAN-Warning nimmt der CAN-Controller nicht mehr an der Kommunikation auf dem CAN-Bus teil. Er entsteht, wenn ein CAN-Controller zu viele ungültige Daten empfangen hat. In diesem Zustand sendet der CAN-Controller keine Daten auf dem CAN-Bus. Empfangene Daten werden nur auf Gültigkeit überprüft aber nicht weiter verarbeitet. Der CAN-Warning hebt sich automatisch wieder auf, sobald der CAN-Controller einen bestimmten Prozentsatz gültiger Daten empfangen hat.

Checksumme

Die Checksumme ist die Quersumme über den Inhalt eines Datenbereiches. Über das Vergleichen von Checksummen können z.B. Datenübertragungen auf Korrektheit überprüft werden.

CPU

Abkürzung für Central Processing Unit

Die CPU ist der Hauptprozessor und damit das Rechenwerk eines Rechnersystems. Die Grundfunktion eines Rechnersystems ist die Durchführung von mathematischen Operationen. Diese Funktion ist in der CPU verankert. Zusätzlich besitzt die CPU kleinere Speicher für das Sichern und Bereitstellen seiner Rechenergebnisse und Module für die Kommunikation mit den restlichen Komponenten eines Rechnersystems.

CPU-Watchdog

Der CPU-Watchdog überwacht die korrekte Funktion der CPU, indem die CPU ein zyklisches Signal an den Watchdog sendet. Bleibt dieses Signal für einen längeren Zeitraum aus, erkennt der Watchdog die CPU als fehlerhaft und meldet dies anderen Komponenten, die darauf reagieren können.

DTC

Abkürzung für Diagnostic Trouble Code.

Die nummerische Referenz eines Ereignisses, die gemäß KWP2000 als 16-Bit-Wert im Ereignisspeicher stehen muss. Ist innerhalb der VOITH-Diagnose identisch mit der Nummer des Ereignisortes.

DTCFaultSymptom

(= FMI). Innerhalb des KWP2000 sind nur 16 verschiedene DTCFaultSymptoms möglich und nur 5 davon in ihrere Bedeutung definiert.

Muss lt. KWP2000-Norm im Fehlerspeicher angegeben sein.

ECU

Abkürzung für Electronic Control Unit

Allgemeine Bezeichnung für ein elektronisches Steuergerät im Fahrzeug.

EDC

Abkürzung für Electronic Diesel Control

Eine Bezeichnung für eine Familie von Motorsteuergeräten.

EEPROM

Abkürzung für Electric Eraseable Read Only Memory

Das EEPROM gehört in die Familie der ROM-Bausteine und ist ein Festwertspeicher. Im Gegensatz zu einem ROM ist das EEPROM aber elektrisch löschbar und neu beschreibar.

EOL-Programmierung

Abkürzung für End of Line Programmierung.

Programmierung von Steuergeräten als einer der letzten Schritte der Produktion eines Fahrzeugs.

Ereignisart

Die Ereignisart soll möglichst exakt beschreiben, welches Ereignis vorliegt, d.h. die Frage klären, was passiert ist.

Ereigniscode

Ein kompletter Ereigniscode setzt sich zusammen aus den Bezeichnungskomponenten System, Ereignisort, Ereignisorttyp und der Ereignisart.
Die Komponenten System, Ereignisort und Ereignisorttyp bilden zusammen die Ereignisquelle, das eindeutige „Wo“ des Auftretens eines Ereignisses.
Der Ereigniscode wird üblicherweise als Hexadezimalzahl (long-Wert) dargestellt.

Darstellungsarten / Syntax:

Hex-Code nach Syntax der C-Programmiersprache: 0x00ABBCDD

Hex-Code in Dokumentationen: ABBCDDh

Die Aufschlüsselung ist wie folgt (in diesem Beispiel der Darstellung):

ASystem
0 = Voith DIWA.5 Automatgetriebe
Max. 15 Systeme definierbar.
BBFehlerort / Ereignisort: das Objekt (Sensor, Aktor, Software), das ein Ereignis meldet.
Max. 256 Fehlerorte / Ereignisorte definierbar.
CObjekten können verschiedene Typen zugrunde liegen. So kann eine Drehzahl über einen Sensor oder via CAN eingelesen werden, Bremsgeber können stufenlos oder gestuft arbeiten, etc..
Um innerhalb eines Testers entscheiden zu können, wie das Fehlerobjekt gestaltet ist, wird eine objektspezifische Typenkennzeichnung (Ereignisorttyp) angegeben.
Max. 16 Ereignisorttypen definierbar.
DDFehlerart / Ereignisart: das Ereignis, das bei dieser Fehlerquelle / Ereignisquelle aufgetreten ist.
Max. 256 Fehlerorte / Ereignisorte definierbar.


Ereignisort

Der Ereignisort beschreibt exakt, an welcher Komponente ein Ereignis vorliegt, d.h. klärt die Frage, wo etwas passiert ist. Einem Ereignisort ist mindestens eine Ereignisart zugeordnet.

Ereignisortgruppe

Die Fehlerorte sind zur besseren Übersicht in Gruppen gegliedert:


x01xh – x1Fxh

Sensoren

x20xh – x3Fxh

Aktoren / Magnetventile

x40xh – x5Fxh

Digitale Eingänge

x60xh – x7Fxh

Digitale Ausgänge

x80xh – x9Fxh

Bedienelemente

xA0xh – xBFxh

Diverse Objekte wie Stecker, Flüssigkeitsstände und Temperaturen

xC0xh - xDFxh

Software-Objekte / interne Steuergerätefehler

xE0xh – xFFxh

Kommunikationsobjekte, CAN, K-Line, ...


Ereignisorttyp

Die Fehlerquelle beinhaltet neben dem System auch eine Fehlerortnummer und eine Typenkennzeichnung, den Fehlerorttyp.

Die Fehlerorte sind nach Gruppen gegliedert. Die zur Zeit benutzten Gruppen sind Sensoren, Aktoren, Bedienelemente, etc. Jeder Fehlerort wird durch eine eindeutige Nummer im Bereich von 1 - 255 referenziert.

Fehlerobjekten können verschiedene Typen zugrunde liegen. So kann eine Drehzahl über einen Sensor oder via CAN eingelesen werden; Bremsgeber können stufenlos oder gestuft arbeiten, etc..

Um innerhalb eines Testers entscheiden zu können, wie das Fehlerobjekt gestaltet ist, wird eine objekt-spezifische Typenkennzeichnung (Fehlerorttyp) angegeben.

Die Fehlerorttyp-Kennung 0 sollte dem unbekannten Objekt vorbehalten sein. Ist der Fehlerorttyp bekannt, so erhält er eine Nummer im Bereich von 1h – Fh.

Ereignis-Prüf-Bedingungen

Ereignis-Prüf-Bedingungen sind die Bedingungen, die innerhalb der Software vorliegen müssen damit die Ereignis-Setz-Bedingungen überhaupt bewertet werden

Ereignis-Setz-Bedingungen

Ereignis-Setz-Bedingungen sind die Bedingungen, die innerhalb der Software dazu führen, dass ein Ereignis gemeldet wird.

EventTab

Die EventTab ist eine ist eine tabellarische Übersicht innerhalb der Software ALADIN. In dieser Übersicht befinden sich alle Daten zu den aufgetretenen Ereignissen.

FB1

Abkürzung für Foot Brake Stage 1.

Eingang Fußbremsgeber Stufe 1.

FB2

Abkürzung für Foot Brake Stage 2.

Eingang Fußbremsgeber Stufe 2.

FB3

Abkürzung für Foot Brake Stage 3.

Eingang Fußbremsgeber Stufe 3.

F-CPU

F-CPU bezeichnet bei Voith den Funktionsrechner im Getriebe-Steuergerät.

Fehlerart

Siehe Ereignisart. Fehlerart ist ein historischer Begriff.

Fehlercode

Siehe Ereigniscode.

Fehlerort

Siehe Ereignisort. Fehlerort ist ein historischer Begriff.

Fehlerorttyp

Filterung

Diagnoseobjekte sollen über eine gewisse Intelligenz verfügen. Dies beinhaltet bspw. auch Methoden zur Fehlerfilterung mittels Karenzzeiten.

Es macht wenig Sinn, jeden erkannten Fehler sofort und ungefiltert in den Ereignisspeicher zu schreiben, wenn damit keinerlei Fahrzeugreaktion verbunden ist.

FIXSP

Bezeichnung für Schaltprogramm mit festen Schaltpunkten, nicht beschleunigungsabhängig.

FLASH-Memory

Das FLASH-Memory gehört in die Familie der ROM-Bausteine und ist ein Festwertspeicher, der aber wie ein EEPROM elektrisch gelöscht und neu beschrieben werden kann. Das FLASH-Memory erreicht dabei die schnellsten Schreib- und Löschgeschwindigkeiten in der ROM-Familie.

FMI

Abkürzung für Failure Mode Identifier.

Synonym für Ereignisart. Der Begriff wird meist dem KWP2000-Begriff DTCFaultSymptom gleichgesetzt.

FRAM

Abkürzung für Ferromagnetic Random Access Memory.

Speicherbaustein, der auf Basis von Magnetisierung Daten speichert.

FRCD-NEUT

Abkürzung für ForcedNeutral.

Eingang, um das Getriebe in den Betriebszustand Neutral zu zwingen.

Funktionsrechner

Siehe F-CPU.

GEAR-ENBL

Abkürzung für GearEnable.

Eingang für die Gangfreigabe.

Handlungsanweisung

Jeder Fehler führt zu einer Handlungsanweisung, die dem Monteur Auskunft darüber gibt, was im Fehlerfall zu tun ist.

Die Handlungsanweisung werden ggf. im Laufe der Zeit aufgrund wachsender Erfahrung erweitert. In erster Instanz wird dieses Feld vom Modulverantwortlichen gefüllt. Er soll versuchen die Informationen beizubringen.

Handlungsort

Der Handlungsort bezeichnet den Ort, an dem die Ursache des Ereignisses vermutet wird. Ein Ereignis kann mehrere Handlungsorte haben, wenn nicht eindeutig bestimmbar ist, welche Fehlerursache exakt vorliegt.

HB1

Abkürzung für Hand Brake Stage 1.

Eingang für Handbremsgeber Stufe 1.

HB2

Abkürzung für Hand Brake Stage 2.

Eingang für Handbremsgeber Stufe 2.

HB3

Abkürzung für Hand Brake Stage 3.

Eingang für Handbremsgeber Stufe 3.

High-Nibble

Ein Nibble ist ein halbes Byte und damit 4 Bit lang. Das High-Nibbel besteht aus den höchstwertigsten vier Bit eines Byte.

Interrupt

Bei einem Interrupt wird ein laufendes Programm von einem Prozessor unterbrochen und dafür ein für den Interrupt vorgesehenes Programm gestartet. Interrupts können durch Software und durch Hardware verursacht werden. Dabei sind den unterschiedlichen Ursachen verschiedene Prioritäten zugeordnet. Ebenso ist das durch den Interrupt gestartete Programm von der Ursache abhängig.

IRAM

Internes RAM

Das Interne RAM ist ein RAM-Speicher innerhalb eines Prozessors. Seine Kapazität ist vom Prozessorhersteller vorgegeben und kann nicht durch zusätzliche Module erweitert werden.

KD

Eingang für Kickdown.

Kennzahlen

Kennzahlen berichten in verdichteter Form über den Fahrzeug- und/oder Getriebeeinsatz. Sie enthalten in konzentrierter Form quantitative Informationen und unterscheiden sich somit von den eigentlichen Betriebsdaten, die zur Laufzeit erfasst und kumuliert werden.

Kickdown

Bezeichnung für den größten Ausschlag des Fahrpedals

Der Kickdown-Schalter wird durch kraftvolles Durchdrücken des Fahrpedals aktiviert. Dadurch werden die Schaltpunkte auf maximale Leistung verändert.

Kommunikations-Watchdog

Der Kommunikations-Watchdog überwacht die Kommunikation zwischen zwei Geräten. Innerhalb des Getriebe-Steuergeräts wird unter anderem die Kommunikation zwischen Sicherheitsrechner und Funktionsrechner überwacht.

KWP 2000

Abkürzung für KeyWord Protocol 2000 - ein Protokoll für Diagnosesysteme.

LIMP-HOME

Der Limp Home Schalter ist ein Notfahrschalter für den Fall, dass der CAN-Tastenschalter defekt ist. Das Getriebe-Steuergerät schaltet dann den Fahrbetrieb auf den Limp Home Schalter um. Mit diesem können dann die Fahrtrichtungen Vorwärts und Rückwärts gewählt werden. Der Limp Home Schalter ist optional.

Low-Nibble

Ein Nibble ist ein halbes Byte und damit 4 Bit lang. Das Low Nibbel sind die niederwertigsten vier Bit eines Byte.

MAN-Fehlerbeschreibung

Die MAN-Fehlerbeschreibung wird bei MAN als Fehlerort bezeichnet. Es handelt sich hierbei aber um eine komplette Beschreibung des Ereignisses inklusive Fehlerart, außer die Fehlerart kann durch einen von MAN definierten FMI beschrieben werden.

Mögliche Ursache

Die Liste der möglichen Ursachen wird ggf. im Laufe der Zeit aufgrund wachsender Feld-Erfahrung erweitert. In erster Instanz wird dieses Feld vom Modulverantwortlichen gefüllt.

Er soll versuchen die Informationen beizubringen.

Oszillator-Watchdog

Der Oszillator-Watchdog überwacht die korrekte Funktion des Oszillators.

Parametersatz

Der Parametersatz wird vom Funktionsrechner an den Sicherheitsrechner übertragen. Er enthält Informationen, welche sicherheitsrelevanten Zustände der Sicherheitsrechner überwachen soll.

PWM

Abkürzung für PulsWeiten-Modulation

Es wird ein Rechtecksignal mit fester Frequenz übertragen. Das Rechtecksignal besteht aus einem Wechsel von niedrigen zu höheren Spannungswerten. Das zeitliche Verhältnis zwischen diesen beiden Spannungswerten beinhaltet die zu übermittelnde Information.

RAM

Abkürzung für Random Access Memory

Das RAM ist ein digitaler Speicher. Dieser ermöglicht Lese- und Schreibzugriffe. Das RAM kann seine Daten nur unter Spannungsversorgung halten. Ein Wegfall der Spannungsversorgung führt zu einem vollständigen Informationsverlust.

Reparaturanleitung

Die Handlungsanweisung (Was ist zu tun) wird von ALADIN durch eine detaillierte Reparaturanleitung (Wie ist es zu tun) ergänzt. Die Reparaturanleitungen sind als verlinkte HTML-Seiten aufgebaut und können deshalb vollständig vom Programm getrennt werden.

ALADIN errechnet aufgrund einer Ereignismeldung eine Referenz zu einer Hilfeseite und veranlasst die Anzeige im Browserprogramm. Das Hilfesystem ist also kontextsensitiv und nicht, wie viele andere Hilfesysteme so ausgelegt, dass der Benutzer die gewünschte Information selber suchen muss.

Die Hilfeseiten sind untereinander so verlinkt, dass es möglich ist, entsprechend der gewünschten Information durch verschiedene HTML-Seiten - vom Überblick zum Detail - zu navigieren. Das Hilfesystem verfügt darüber hinaus über ein integriertes Begriffslexikon, ein Kundendienstverzeichnis, einen Dez-Hex-Bin-Umrechner sowie allgemeine Hilfestellungen.

Reset

Bei einem Reset wird das Prozessorsystem aus dem laufenden Betrieb heraus neu gestartet.

RETFB-OFF

Abkürzung für Retarder via Foot Brake Off.

Eingang für Abschaltung der Retarderfunktion auf der Fußbremse.

RG-ENBL

Abkürzung für Reverse Gear Enable.

Eingang für die Freigabe des Rückwärtsganges.

RG-SIG

Abkürzung für Reverse Gear Signal.

Ausgang Rückwärtsgangsignal.

ROM

Abkürzung für Read Only Memory

Das ROM ist ein digitaler Speicher, in dem alle Daten permanent gespeichert sind. Der Speicher kann nur einmal in einem Programmiergerät beschrieben werden. Alle Daten bleiben auch ohne Spannungsversorgung in ihm enthalten. Nach dem einmaligen Beschreiben dieses Speichers können diese Daten nur noch gelesen werden (Read Only).

S-CPU

S-CPU bezeichnet bei Voith den Sicherheitsrechner im Getriebe-Steuergerät.

Security-Level

Berechtigung der Diagnose-Software für Funktionen im Steuergerät. ALADIN läuft immer im Security-Level „0x86 EcuDeveloperMode“, da die Steuerung der Rechte auf Basis des User-Level erfolgt.

S-GND

Sensor Ground = gemeinsame elektrische Masse der Sensoren.

Sicherheitsrechner

Siehe S-CPU.

Sicherheitsschalter

Im Getriebe-Steuergerät befindet sich ein interner elektronischer Schalter, der die gemeinsame elektrische Masse für alle Magnetventile öffnen und schließen kann. Erkennt der Sicherheitsrechner einen sicherheitsrelevanten Fehler, so kann er durch den internen Sicherheitsschalter alle Magnetventile stromlos schalten.

SORT

Abkürzung für: Standardised On-Road Tests Cycles.

SORT bezeichnet ein standardisiertes Verfahren zur Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs eines Busses. In den Kraftstoffverbrauch fließen Faktoren wie: Beladungszustand, Topographie, Anzahl der Stopps, Haltezeiten, Beschleunigungsverhalten, Geschwindigkeit, etc. ein.

Die Klassifizierung erfolgt in drei Gruppen:

  • SORT1: Schwerer Stadtverkehr
  • SORT2: Leichter Stadtverkehr
  • SORT3: Überlandverkehr

SPD-SIG

Abkürzung für SpeedSignal.

Ausgang für Drehzahlsignal.

SPN

Abkürzung für Suspect Parameter Number.

Die nummerische Referenz eines Fehlers.

Dieser Parameter ist nicht innerhalb der „KWP2000-Welt“ definiert, sondern kommt aus dem „J1939-Bereich“. Einige OEMs setzten die Begriffe DTC und SPN gleich.

SP-SEL

Abkürzung für Shift Program Selection.

Eingang für Schalter zur Schaltprogramm-Auswahl.

Stack

Der Stack ist ein spezielles Speichermodell, bei dem die Daten beim Schreibvorgang quasi aufeinander gestapelt werden. Sie können nur in umgekehrter Reihenfolge durch Abarbeitung des Stapels wieder gelesen werden.

Stackoverflow

Bei einem Stackoverflow wird beim Beschreiben des Stacks der reservierte Speicherbereich überschritten.

Stackunderflow

Bei einem Stackunderflow wird der für den Stack reservierte Speicherbereich unterschritten. Es wird versucht, mehr Daten zu lesen als auf dem Stack bereit liegen.

STRT-ENBL

Abkürzung für Starter Enable.

Ausgang für Freigabe des Anlassers.

System

System ist die Bezeichnung für die Kombination aus Getriebe, Retarder und Steuergerät, die diagnostiziert werden kann.

Jedes System (DIWA.5, und andere Voith-Produkte) erhält eine eigene Kennnummer. Diese Kennnummer wird wird in der jeweiligen Softare hinterlegt.

Der Wertebereich erlaubt die Adressierung von bis zu 15 verschiedenen Systemen (0h - Eh).

Der Bereich der Fehlerquellen Fxxxh ist reserviert für allgemeine Angaben.

Damit kann zum einen die Software zur Erkennung von Fehlern zwar dieselben Fehlerortcodes verwenden, dennoch kann in der Beschreibung auf Unterschiede zwischen den Systemen Bezug genommen werden. Die Systemnummer soll über einen Offset vom Ereignisspeicher zur Fehlerkennung systemabhängig aufaddiert werden.

Dies sichert die System-Unabhängigkeit der einzelnen Fehlerobjekte. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Ein Fehlerobjekt zur Diagnose der Fahrpedalschnittstelle erhält den Fehlerortcode 0800h. Die Systemnummer für das System A soll 0h sein, das System B erhält die Nummer 1h.

Beim Eintrag eines Fehlers in den Fehlerspeicher wird jetzt von systemunabhängigen Fehlerort ein Ereignis generiert. Beim System A wird der Wert 0000h aufaddiert, beim System B 1000h. Damit ergeben sich für den Fehlerort zwei systemabhängige Fehlernummern:

  • System A: 0800h
  • System B: 1800h

Systembeschreibung

Jedem Fehlerort (Diagnoseobjekt) kann eine Systembeschreibung zugeordnet werden. Hier sind zusätzliche fehlerortspezifische Informationen beinhaltet wie bspw. Pinnummern, Spannungen, Datensatzwerte.

Systemreaktion

Die Systemreaktion beschreibt die durch das Ereignis hervorgerufene Reaktion des Getriebes und/oder des Fahrzeugs.

Die Liste der möglichen Systemreaktionen wird ggf. im Laufe der Zeit aufgrund wachsender Erfahrung erweitert. In erster Instanz wird dieses Feld vom Modulverantwortlichen gefüllt. Er soll versuchen die Informationen beizubringen.

TEMP-SIG

Abkürzung für Temperature Signal.

Ausgang für Temperatursignal.

TIM

Abkürzung für Transmission Identifikation Module

Es handelt sich um ein „elektronisches Typenschild“ des Getriebes. Das Getriebe-Steuergerät kann damit das Getriebe identifizieren und nötige Einstellungen innerhalb der Software vornehmen.

Timeout

Ein Timeout wird ausgelöst, wenn ein erwartetes Ereignis nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit eintritt.

User-Level

Berechtigung des Monteurs an der Diagnose-Software ALADIN. Die Berechtigungsstufen erlauben oder verweigern das Ausführen bestimmter Funktionen.

VDD-File

Abkürzung für Voith Dataset Description.

Datei, die die Beschreibung des Datensatzes beinhaltet. Sie wird im Report zur Datensatzanalyse herangezogen.

Vorhergehende Fehlerart

Vorhergehende Fehlerarten zeigen die Chronologie von Ereignissen und helfen Folgefehler aufzudecken.

Es handelt sich um einen Schiebe-Speicher mit zwei Speicherzellen, wobei das älteste Ereignis verloren geht, wenn es über das zweite Feld hinausfällt (FIFO-Prinzip).

Watchdog

Ein Watchdog überwacht eine Komponente innerhalb eines Steuergeräts auf korrekte Funktion und meldet das Auftreten von Fehlern.

XRAM

Das XRAM ist ein spezieller Speicherbereich innerhalb eines RAM-Speichers.



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