Code 0D2181 — Getriebemechanik Schlupfüberwachung — Unzulässiger Lamellenschlupf im Gang. Hochschaltungen werden gesperrt.

Handlungen

1 Adaptions- / Lamellenschlupfwerte zurücksetzen und Probefahrt durchführen

Adaptions- / Lamellenschlupfwerte zurücksetzen

Vorgehensweise

  1. Unter ALADIN, Schaltfläche Service > Rücksetzfunktionen wählen.

  2. Adaptions- / Lamellenschlupfwerte zurücksetzen.

  3. Probefahrt durchführen.

  4. Fehlerspeicher erneut auslesen (upload durchführen).

    Adaptions- / Lamellenschlupfwerte auslesen

  5. Bereich Adaptionswerte auslesen.

2 Getriebe tauschen/reparieren

Fett auf der Welle nicht vergessen (Gleitmo 805). Eventuell KD_Brief mit Schutzkappe und Gleitmo beachten.

2.1 Vorbereitung für Arbeiten am Getriebe

GEFAHR

Unfallgefahr durch ungesichertes Fahrzeug!

Fahrzeug kann sich unbeabsichtigt in Bewegung setzen und damit schwere Unfälle verursachen.

  1. Feststellbremse einlegen.

  2. Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.

Umweltgefährdung durch Kühlflüssigkeit!

Die gebrauchte Kühlflüssigkeit darf nicht in die Umwelt gelangen.

Die Kühlflüssigkeit in einem geeigneten Behälter auffangen.

Die Kühlflüssigkeit muss gemäß landes- und ortsüblichen Vorschriften entsorgt werden.

  1. Taste N am Tastenschalter drücken.

  2. Motor abschalten.

  3. Zündung des Fahrzeugs ausschalten.

  4. Voith-Kabel 1 am Steuergerät ausstecken.

  5. Kühlflüssigkeit ablassen.

2.1.1 Reinigen des Getriebes

Vor dem Reinigen des Getriebes mit Wasser oder Dampfstrahl (Hochdruckreiniger) oder anderen Reinigungsmitteln müssen alle Öffnungen, in die aus Sicherheits- und Funktionsgründen kein Wasser, Dampf bzw. Reinigungsmittel eindringen darf, verschlossen werden.

Außenliegende Ölschlauchleitungen dürfen nicht dem direkten Strahl des Hochdruckreinigers ausgesetzt werden.

Nach dem Reinigen alle Abdeckungen/Verklebungen vollständig entfernen.

2.2 Getriebe ausbauen

2.2.1 Anhängestellen

Anhängestellen

1. Ringschrauben M12

Vorgehensweise

Anhängestellen

2.2.2 Reinigen

  1. Stark verschmutzte Getriebe vor der Reparatur reinigen (Sicherheitskapitel beachten).

  2. Nach dem Demontieren alle Teile reinigen.

2.2.3 Dichtelemente

Alle ausgebauten Dichtelemente erneuern.

Flachdichtungen fettfrei einbauen.

2.2.4 Schlauchleitungen

Schläuche und Schlauchleitungen unterliegen auch bei sachgemäßer Lagerung und zulässiger Beanspruchung einer natürlichen Alterung. Dadurch ist die Verwendungsdauer begrenzt.

DIN 20066: Die Verwendungsdauer einer Schlauchleitung einschließlich Lagerdauer darf 6 Jahre nicht überschreiten.

2.2.5 Lagerung

Wird ein Getriebe nach der Reparatur ohne Probelauf gelagert, muss es vor Korrosion geschützt gelagert werden.

2.3 Getriebe einbauen

2.3.1 Getriebe

HINWEIS

Unsachgemäßes Einfahren der Getriebeeingangswelle kann den Hydrodamp beschädigen!

Schäden am Hydrodamp!

  • Beim Einfahren der Welle muss darauf geachtet werden, dass die Welle nicht verkantet.

  1. Die Verzahnung der Getriebeeingangswelle mit gleitmo® 805 behandeln.

  2. Getriebe an Motor heranfahren.

    • Das Schwungradgehäuse muss zum antriebsseitigen Getriebeflansch parallel stehen.

  3. Bei Zahn-auf-Zahn-Stellung der Verzahnungen von Getriebeeingangswelle und Nabe Hydrodamp die Getriebeeingangswelle soweit drehen, dass die beiden Verzahnungen ineinander greifen.

  4. Getriebeeingangswelle in den Hydrodamp einfahren.

  5. Getriebe soweit an den Hydrodamp heranfahren, dass der antriebsseitige Getriebeflansch am Schwungradgehäuse anliegt.

  6. Antriebsseitigen Getriebeflansch am Schwungradgehäuse festschrauben.

    • Anzugsdrehmoment 46 Nm.

2.3.2 Gelenkwelle

HINWEIS

Schäden am Getriebe durch falsche Montage der Gelenkwelle!

Bei falscher Montage der beiden Gelenkwellenteile ergeben sich Ungleichförmigkeiten in den Drehbewegungen, die besonders bei hohen Drehzahlen kritische Drehschwingungen verursachen.

  • Bei der Montage der beiden Gelenkwellenteile muss auf die richtige Lage zueinander bzw. auf die Markierungen geachtet werden.

2.3.3 Anschlüsse

Voraussetzung

Vorgehensweise

Anschlüsse Wärmetauscher

  1. Wasserrohre des Wärmetauschers (2) montieren.

  2. Elektrische Anschlüsse befestigen, wie z.B.:

    • Tacho

    • Oszillator

    • Kabel 1

HINWEIS

Es gibt für den Kabelbaum und das Kabel 1 Ausführungen mit gold- oder zinnbeschichteten Kontakten (vgl. Kundendienstbrief 173a)!

Kontakte dürfen nur paarungsgleich (gold - gold, verzinnt - verzinnt) verbunden werden.

  • Nur vergoldete auf vergoldete Kontakte stecken.
    Nur verzinnte auf verzinnte Kontakte stecken.

    • Bei einer nicht sortenreinen Paarung werden die Kontakte zerstört.

  1. Kühlwasserstand bis Maximum einfüllen. Herstellervorgaben beachten.

  2. Getriebe mit Öl befüllen.

3 Ölstand prüfen ggf. korrigieren

3.1 Lage des Ölmessstabs

Ölmessstab seitlich

Ölmessstab oben

3.2 Ölstand prüfen

  1. Fahrzeug waagerecht stellen.

  2. Feststellbremse einlegen.

  3. Taste N drücken.

HINWEIS

Schäden am Getriebe durch fehlendes Öl

Wird der Motor gestartet, wenn sich im Getriebe, z.B. nach einer Getriebereparatur noch kein Öl befindet, kann es zu schweren Getriebeschäden kommen.

  1. Nach einer Getriebereparatur den Ölstand bei stehendem Motor prüfen.

  2. Falls kein oder zu wenig Öl im Getriebe ist: Öl einfüllen.

Messbedingungen

Um den unter Betriebsbedingungen richtigen Wert zu ermitteln, muss der Ölstand bei laufendem Motor und Betriebstemperatur (mindestens 60°C) kontrolliert werden.

Zum Feststellen der Getriebeöltemperatur kann die Kühlwassertemperaturanzeige im Fahrzeug verwendet werden, da Getriebeöl- und Kühlwassertemperatur annähernd gleich sind.

  1. Motor starten.

  2. Motor im Leerlauf drehen lassen.

    • Ist die Getriebeöltemperatur niedriger als 60°C:

  3. Motor betriebswarm fahren.

    Ölmessstab

  4. Ölmessstab herausziehen.

  5. Ölmessstab reinigen.

    • Anordnung des Ölmessstabs seitlich oder oben am Getriebe möglich.

  6. Ölmessstab kurz einführen und herausziehen.

  7. Ölstand ablesen.

    • Der Ölstand muss zwischen den Markierungen „min.“ und „max.“ am Ölmessstab liegen.

    • Die Mengendifferenz zwischen den Markierungen beträgt ca. 2,5 l.

  8. Falls zu wenig Öl im Getriebe ist, Öl nachfüllen
    (Lage der Öleinfüllung → Lage der Öleinfüllung).

Ölqualität

Zum Befüllen des Getriebes dürfen nur Öle verwendet werden, die in der aktuellsten Ausgabe der Voith-Schmierstofflisten H55.6335... und H55.6336... aufgeführt sind.

3.3 Lage der Öleinfüllung

Öleinfüllung oben

Öleinfüllung seitlich

4 Ölwanne abnehmen und auf Abrieb und Verschmutzung prüfen

4.1 Öl ablassen

WARNUNG

Verbrühungsgefahr durch heißes Öl!

Beim direkten Hautkontakt mit dem heißen Getriebeöl kann es zu schweren Verbrühungen kommen.

  • Geeignete Sicherheitsmaßnahmen für den Umgang mit heißem Öl ergreifen.

  1. Motor abstellen.

  2. Getriebeöltemperatur prüfen.

Umweltgefährdung durch Öl!

Das gebrauchte Öl darf nicht in die Umwelt gelangen.

Das Öl in einem geeigneten Behälter auffangen.

Das Öl muss gemäß landes- und ortsüblichen Vorschriften entsorgt werden

4.1.1 Getriebeöl aus der Ölwanne ablassen

Ablassschraube Ölwanne

1. Ablassschraube Ölwanne

Vorgehensweise

  1. Ablassschraube Ölwanne (1) lösen und entfernen.

    • Innensechskantschlüssel Schlüsselweite 12 verwenden

  2. Getriebeöl ablassen.

4.1.2 Ölablassöffnung verschließen

  1. Ablassschraube Wandler (2) mit neuem Kupferdichtring 14 x 20 einschrauben.

  2. Ablassschraube festziehen.

    • Anzugsmoment 50 Nm.

  3. Ablassschraube Ölwanne (1) mit neuem Kupferdichtring 26 x 34 einschrauben.

  4. Ablassschraube festziehen.

    • Anzugsmoment 100 Nm.

4.2 Ölwanne abbauen

Gehäuse mit 28 Stiftschrauben

Ölwannen mit 28 Stiftschrauben

  1. 28 Sechskantmuttern (1) lösen und entfernen.

  2. 28 Scheiben (2) entfernen.

  3. Ölwanne (3) über die Stiftschrauben vorsichtig vom Gehäuse (5) abnehmen.

  4. Dichtung (4) entfernen.

Gehäuse mit 4 Stiftschrauben

Ölwanne mit 4 Stiftschrauben

  1. 24 Sechskantschrauben (6) lösen und entfernen.

  2. 4 Sechskantmuttern (1) lösen und entfernen.

  3. 28 Scheiben (2) entfernen.

  4. Ölwanne (3) über die Stiftschrauben vorsichtig vom Gehäuse (5) abnehmen.

  5. Dichtung (4) entfernen.

4.3 Ölwanne kontrollieren

Ölwanne kontrollieren

Vermutung

Mechanischer Schaden im Getriebe.

Maßnahme

Ölwanne demontieren.

Diagnose

Sind Abrieb, Späne, metallische Teile oder ähnliches in der Ölwanne, liegt ein mechanischer Schaden im Getriebe vor. In diesem Fall den Voith Kundendienst verständigen.

Ist die Ölwanne sauber, liegt vermutlich kein mechanischer Schaden im Getriebe vor.

4.4 Ölwanne einbauen

Gehäuse mit 28 Stiftschrauben

Die Ölwanne muss mit einer neuen Dichtung eingebaut werden!

Ölwanne einbauen

  1. Neue Dichtung (4) auflegen.

    • Die Dichtung muss fettfrei eingebaut werden.

  2. Ölwanne (3) mit 28 Sechskantmuttern (1), unterlegt mit 28 Scheiben (2), festschrauben.

    • Anzugsmoment 23 Nm.

Gehäuse mit 4 Stiftschrauben

Die Ölwanne muss mit einer neuen Dichtung eingebaut werden!

Ölwanne einbauen

  1. Neue Dichtung (4) auflegen.

    • Die Dichtung muss fettfrei eingebaut werden.

  2. Ölwanne (3) mit 4 Sechskantmuttern (1), unterlegt mit 4 Scheiben (2), festschrauben.

  3. Ölwanne (3) mit 24 Sechskantschrauben (6), unterlegt mit 24 Scheiben (2), festschrauben.

    • Anzugsmoment 23 Nm.

5 Steuerblöcke prüfen

Vorgehensweise

  1. Aktortest durchführen (→ Aktortest durchführenAktortest durchführen).

  2. Steuerungdeckel ausbauen.

  3. Steuerblöcke ausbauen (→ Steuerblöcke ausbauen).

  4. Steuerblöcke zerlegen (→ Steuerblöcke zerlegen).

  5. Ventile prüfen (→ Ventile prüfen).

  6. Steuerblöcke zusammenbauen (→ Steuerblöcke zusammenbauen).

  7. Steuerblöcke einbauen (→ Steuerblöcke einbauen).

  8. Steuerungsdeckel einbauen (→ DIWA.5 Steuerungsdeckel einbauenDIWA.5 Steuerungsdeckel einbauen).

  9. Nochmals Aktortest zur Überprüfung durchführen (→ Aktortest durchführenAktortest durchführen).

6 Aktortest durchführen

Aktortest durchführen

Vorgehensweise

7 Steuerungsdeckel aus-/einbauen

7.1 DWA.5 Steuerungsdeckel ausbauen

Einteiliger Steuerungsdeckel

Einteiligen Steuerungsdeckel abnehmen

  1. 20 Schrauben (1) lösen und mit Scheiben (2) entfernen.

  2. Deckel (3) abnehmen.

  3. Dichtung (4) abnehmen.

Zweiteiliger Steuerungsdeckel

Zweiteiligen Steuerungsdeckel abnehmen

  1. 13 Schrauben (1) lösen und mit Scheiben (2) entfernen.

  2. Deckel (3) abnehmen.

  3. Deckel (9) abnehmen.

  4. Dichtung (8) abnehmen.

  5. 13 Schrauben (4) lösen und mit Scheiben (5) entfernen.

  6. Rahmen (6) abnehmen.

  7. Dichtung (7) abnehmen.

7.2 DIWA.5 Steuerungsdeckel einbauen

Steuerungsdeckel einbauen

  1. Neue Dichtung (4) einlegen.

    • Dichtung muss fettfrei eingebaut werden.

  2. Steuerungsdeckel (3) mit 20 Sechskantschrauben M8 x 30 – 8.8 (1) und Scheiben B 8,4 (2) festschrauben.

    • Anzugsmoment 23 Nm.

7.3 DIWA.6 Steuerungsdeckel ausbauen

Steuerungsdeckel abnehmen

  1. 20 Schrauben (1) lösen und mit zusammen mit 20 Scheiben (2) entfernen.

  2. Steuerungsdeckel (3) abnehmen.

  3. Dichtung (4) abnehmen.

7.4 DIWA.6 Steuerungsdeckel einbauen

Steuerungsdeckel einbauen

  1. Neue Dichtung (4) einlegen.

    • Dichtung muss fettfrei eingebaut werden.

  2. Steuerungsdeckel (3) mit 20 Sechskantschrauben M8 x 30 – 8.8 (1) und Scheiben B 8,4 (2) festschrauben.

    • Anzugsmoment 23 Nm.

8 Kolben der Steuerblöcke freigängig machen

8.1 Sonderwerkzeug

Werkzeug zum Lösen der Kabelstecker von den Magnetspulen

Bestellnummer H68.1535XX

Werkzeug zum Lösen der Kabelstecker von den Magnetspulen

Werkzeug zum Einstecken der Kabelstecker an den Magnetspulen

Bestellnummer 150.000145XX

Werkzeug zum Einstecken der Kabelstecker an den Magnetspulen

1. Hartgelötet

2. Einsatz für Montagewerkzeug
Bestellnummer 150.000144XX

3. Schraubendreher DIN 5265-C-A 0,
8x4, Spitze entfernt

8.2 DIWA.5

8.2.1 Steuerblöcke ausbauen

Kabelschutz

In Zukunft wird in DIWA.5-Getrieben der modifizierte Kabelschutz des DIWA.6-Getriebes verwendet.

Muss in einem DIWA.5-Getriebe der Kabelschutz getauscht werden, so gibt es als Ersatzteil die neue Ausführung des Kabelschutzes.

Muss der Kabelschutz getauscht werden, so muss auch die neue Ausführung des Kabelkanals verwendet werden, da nur jeweils die neuen Ausführungen oder die bisherigen Ausführungen zusammen verbaut werden können. Eine gemischte Verbauung ist nicht möglich.

HINWEIS

Verbindung zwischen Stecker und Kabel kann beschädigt werden.

  1. Zum Abziehen der Kabelstecker von den Magnetspulen Sonderwerkzeug benutzen.

  2. Nie an den Kabeln ziehen.

Steuerblöcke ausbauen

Steuerblöcke ausbauen

  1. 12 Zylinderschrauben M8 x 50 (2) lösen und entfernen.

  2. Darunterliegende Federscheiben 8 (12x) entfernen.

  3. Steuerblöcke (1 und 4) abnehmen.

  4. Verbindungsrohr (3) herausziehen.

8.2.2 Steuerblöcke zerlegen

    Antriebsseitigen Steuerblock zerlegen

    Antriebsseitigen Steuerblock zerlegen

  1. 5 Sechskantschrauben (1) lösen und Deckel (2) ausbauen.

  2. Alle Verschlussschrauben M10 (12) lösen und zusammen mit Dichtringen (11) entfernen.

    Die Kolben können sonst nicht demontiert werden.

  3. Folgende Bauteile aus dem Gehäuse (8) ausbauen:

    • 4 Kolben (5)

    • 4 Steuerstifte (4)

    • 4 Druckfedern (3)

    • Kolben (7)

    • Druckfeder (6)

  4. 10 Zylinderschrauben M 5 x 20 – CV84 (13) lösen und 5 Magnetspulen (14)
    ausbauen.

    Abtriebsseitigen Steuerblock demontieren

    Abtriebsseitigen Steuerblock demontieren

  1. 4 Sechskantschrauben (1) lösen und Deckel (2) ausbauen.

  2. Alle Verschlussschrauben M10 (15) lösen und zusammen mit Dichtringen (16) entfernen.

    Die Kolben können sonst nicht demontiert werden.

  3. Folgende Bauteile aus dem Gehäuse (17) ausbauen:

    • Kolben (3, 18)

    • Steuerstift (4, 19)

    • 2 Druckfedern (5)

    • 2 Kolben (6)

    • 2 Druckfedern (7)

  4. Einsatz (9), 2 Runddichtringe (8), Kugel (10), Ventilkörper (11) und Sicherungsring (12) ausbauen.

  5. 8 Zylinderschrauben M 5 x 20 (13) lösen und 4 Magnetspulen (14) ausbauen.

8.2.3 Ventile prüfen

Vorgehensweise

  1. Ventile auf Leichtgängigkeit prüfen.

  2. Ggf. Ventile gangbar machen (z.B. polieren, hohnen...) oder ersetzen.

8.2.4 Steuerblöcke zusammenbauen

HINWEIS

Gefahr der falschen Montage der Kolben!

Durch falsche Montage der Kolben kann es im Betrieb zu Fehlfunktionen des Getriebes kommen.

  • Auf Einbaulage und Leichtgängigkeit der Kolben achten.

    Antriebsseitigen Steuerblock zusammenbauen

    Antriebsseitigen Steuerblock zusammenbauen

  1. 5 Magnetspulen (14) mit 10 Zylinderschrauben M 5 x 12 – CV84 (13) festschrauben.

    • Anzugsmoment 5 Nm.

    • Die Anschlüsse müssen oben sein.

  2. Folgende Bauteile wieder ins Gehäuse (8) einbauen:

    • 4 Kolben (5)

    • 4 Steuerstifte (4)

    • 4 Druckfedern (3)

    • Kolben (7)

    • Druckfeder (6)

  3. Deckel (2) mit 5 Sechskantschrauben (1) M6 x 12 – 8.8 festschrauben.

    • Anzugsmoment 9 Nm.

  4. 5 Verschlussschrauben WP M10 x 1 (12) mit Dichtringen (11) einschrauben.

    • Anzugsmoment 15 Nm.

    Abtriebseitigen Steuerblock zusammenbauen

    Abtriebseitigen Steuerblock zusammenbauen

  1. 4 Magnetspulen (14) mit 8 Zylinderschrauben M 5 x 12 – CV84 (13) festschrauben.

    • Anzugsmoment 5 Nm.

    • Die Anschlüsse müssen oben sein.

  2. Folgende Bauteile wieder ins Gehäuse (18) einbauen:

    • Kolben (3, 18)

    • Steuerstift (4, 19)

    • 2 Druckfedern (5)

    • 2 Kolben (6)

    • 2 Druckfedern (7)

  3. Einsatz (9), 2 Runddichtringe (8), Kugel (10), Ventilkörper (11) und Sicherungsring (12) einbauen.

  4. Deckel (2) mit 4 Sechskantschrauben M6 x 12 – 8.8 (1) festschrauben.

    • Anzugsmoment 9 Nm.

  5. 5 Verschlussschrauben WP M10 x 1 (15) mit Dichtringen (16) einschrauben.

    • Anzugsmoment 15 Nm.

8.2.5 Steuerblöcke einbauen

    Steuerblöcke einbauen

  1. Steuerblock (2) mit 6 Zylinderschrauben M8 x 50 (1) fixieren.

  2. 5 Kabelstecker (4) mit Sonderwerkzeug (→ 1) an den Magnetspulen einstecken.

    Steuerblöcke einbauen

  3. Kabelstecker (3) mit Sonderwerkzeug (1) (→ 1) an den
    Magnetspulen einstecken.

  4. Verbindungsrohr (2) mit neuen Runddichtringen 12 x 2 einbauen.

  5. Steuerblock (4) mit 6 Zylinderschrauben M8 x 50 (5) fixieren.

  6. 12 Zylinderschrauben M8 x 50 anziehen.

    • Anzugsmoment 20 Nm.

8.3 DIWA.6

8.3.1 Steuerblöcke ausbauen

HINWEIS

Verbindung zwischen Stecker und Kabel kann beschädigt werden.

Beim Abziehen der Kabelstecker → 1/(1) können die Kontakte zwischen Kabelsteckern → 1/(1) und Kabeln → 1/(2) beschädigt werden.

  1. Zum Abziehen der Kabelstecker (1) von den Magnetspulen Sonderwerkzeug (3) (→ 1) benutzen.

  2. Nie an den Kabeln → 1/(2) ziehen.

Kabelstecker ausstecken

  1. Kabelstecker (2) von der Magnetspule (3) abziehen.

  2. Sonderwerkzeug (1) verwenden (→ 1).

  3. Alle Kabelstecker von allen Magnetspulen abziehen.

    Alle Kabelstecker an den Magnetspulen ausgesteckt

  4. Stecker aus dem N1-Sensor (1) ausstecken.

  5. Leitung (2) vorsichtig aus Halter (3) herausziehen.

    Kabelbaum ausstecken

  6. Stecker (1) aus dem N2-Sensor ausstecken.

  7. Stecker (2) aus N3-Sensor ausstecken.

  8. Stecker (3) aus IM ausstecken.

    Steuerblöcke ausbauen

  9. 12 Zylinderschrauben M8 x 50 (3) lösen und entfernen.

  10. Darunterliegende Federscheiben 8 (12x) entfernen.

  11. Steuerblock (1) vorsichtig in Richtung Abtrieb ziehen, bis sich das Verbindungsrohr (2) aus dem Steuerblock (1) löst.

  12. Steuerblock (1) vorsichtig herausheben.

  13. Steckrohr herausziehen.

  14. Steuerblock (4) vorsichtig herausheben.

8.3.2 Ventile auf Leichtgängigkeit prüfen

Vorgehensweise

  1. Steuerblöcke zerlegen (→ Steuerblöcke zerlegen).

  2. Ventile prüfen (→ Ventile prüfen).

  3. Steuerblöcke zusammenbauen (→ Steuerblöcke zusammenbauen).

8.3.3 Steuerblöcke einbauen

    Steuerblöcke einbauen

  1. Steuerblock (1) mit 2 Zylinderschrauben M8 x 50 (2) fixieren.

  2. Verbindungsrohr (3) mit zwei neuen Runddichtringen 12 x 2 einbauen.

  3. Kabelstecker (4) mit Sonderwerkzeug (3) (→ 1) an den Magnetspulen (5) einstecken.

    Steuerblöcke einbauen

  4. Alle sechs Kabelstecker (1) einstecken.

    Steuerblöcke einbauen

  5. Vier Kabelstecker (1) mit Sonderwerkzeug (2) (→ 1) in die Magnetspulen (3) einstecken.

    Steuerblöcke einbauen

  6. Steuerblock (2) mit zwei Zylinderschrauben M8 x 50 (1) fixieren.

    Steuerblöcke einbauen

  7. 12 Zylinderschrauben M8 x 50 (1) anziehen.

    • Anzugsmoment 20 Nm.

    Kabelbaum einstecken

  8. Kabel (1) in den Halter (2) einlegen.

  9. Stecker zum Drehzahlsensor N1 (3) einstecken.

  10. Stecker am EO-Ventil (4) mit Hilfswerkzeug (→ 1) einstecken.

    Steuerblöcke einbauen

  11. Kabelschutz (1) einbauen.

9 Steuerungsdeckel aus-/einbauen

9.1 DWA.5 Steuerungsdeckel ausbauen

Einteiliger Steuerungsdeckel

Einteiligen Steuerungsdeckel abnehmen

  1. 20 Schrauben (1) lösen und mit Scheiben (2) entfernen.

  2. Deckel (3) abnehmen.

  3. Dichtung (4) abnehmen.

Zweiteiliger Steuerungsdeckel

Zweiteiligen Steuerungsdeckel abnehmen

  1. 13 Schrauben (1) lösen und mit Scheiben (2) entfernen.

  2. Deckel (3) abnehmen.

  3. Deckel (9) abnehmen.

  4. Dichtung (8) abnehmen.

  5. 13 Schrauben (4) lösen und mit Scheiben (5) entfernen.

  6. Rahmen (6) abnehmen.

  7. Dichtung (7) abnehmen.

9.2 DIWA.5 Steuerungsdeckel einbauen

Steuerungsdeckel einbauen

  1. Neue Dichtung (4) einlegen.

    • Dichtung muss fettfrei eingebaut werden.

  2. Steuerungsdeckel (3) mit 20 Sechskantschrauben M8 x 30 – 8.8 (1) und Scheiben B 8,4 (2) festschrauben.

    • Anzugsmoment 23 Nm.

9.3 DIWA.6 Steuerungsdeckel ausbauen

Steuerungsdeckel abnehmen

  1. 20 Schrauben (1) lösen und mit zusammen mit 20 Scheiben (2) entfernen.

  2. Steuerungsdeckel (3) abnehmen.

  3. Dichtung (4) abnehmen.

9.4 DIWA.6 Steuerungsdeckel einbauen

Steuerungsdeckel einbauen

  1. Neue Dichtung (4) einlegen.

    • Dichtung muss fettfrei eingebaut werden.

  2. Steuerungsdeckel (3) mit 20 Sechskantschrauben M8 x 30 – 8.8 (1) und Scheiben B 8,4 (2) festschrauben.

    • Anzugsmoment 23 Nm.

10 Aktortest durchführen

Aktortest durchführen

Vorgehensweise

11 Zustand Öl prüfen

12 Druck/Drücke prüfen

12.1 Messdeckel Werkzeug

Bestellnummer H64.2157XX

Messdeckel

1. WR

2. Wandlerdruck

3. TB

4. RG

5. RK

6. SK

7. Arbeitsdruck

8. DK

9. EK

10. PB

11. WP

Zubehör zum Messdeckel

Zubehör zum Messdeckel

Pos.

Benennung

Menge

Bestellnummer

1

Manometer mit Schläuchen und Doppelstutzen

1

H59.2093XX

2

Verschlussschraube

11

H01.028689

3

Messanschluss

11

H50.8802XX

4

Dichtring

11

H50.0107XX

12.2 Messdeckel montieren

Voraussetzung

Abhängig vom der Bauart ist es möglich dass die Anschlussstelle "Arbeitsdruck" nicht mehr vorhanden ist.

In diesem Fall, "Arbeitsdruck" an der Anschlussstelle EK messen.

.

12.3 Arbeitsdruck messen

Arbeitsdruck messen

Vorgehensweise

  1. Arbeitsdruck an der Messstelle 7 messen (→ Messdeckel Werkzeug).

  2. Sollwert für den Arbeitsdruck pA=8,5 bar, 9,5bar oder 10,5 bar (± 0,2 bar). Typenschild beachten.

  3. Messung bei

    • unmittelbar nach dem Umschalten in den zweiten Gang

    • bei einer Motordrehzahl von ca. 1500 1/min

    • bei einer Öltemperatur von 80-90°C

    Arbeitsdruck messen

  4. Manometer anschließen.

    • Anschlussgewinde M 12x1,5

    • Messbereich 0 bis 25 bar

12.4 Wandlerdruck messen

Wandlerdruck messen

Vorgehensweise

  1. Wandlerdruck an Messstelle 2 messen (→ Messdeckel Werkzeug).

  2. Sollwert pW > 2 bar

  3. Messung bei:

    • Öltemperatur von 80-90°C

    • Vorwärtsgang eingetastet

    • Motorleerlauf-Drehzahl von ca. 500 +/-50 1/min

    • Feststellbremse angezogen

    Wandlerdruck messen

  4. Manometer anschließen

    • Anschlussgewinde M 12x1,5

    • Messbereich 0 bis 25 bar

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